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Dampfloks



Baureihe: 99
Foto der 993313-6!
Betriebsnummer: 993313-6
Frühere Länderbahnbezeichung:
Spurweite: 600mm
Bauart: D n2t
Betriebsgattung: K 44.3
Länge über Puffer: 5.980mm
maximale Geschwindigkeit: 15km/h
Erstes Baujahr: 1912

Echte Gemütlichkeit läßt diese kleine Schmalspurlokomotive empfinden, obwohl sie ursprünglich als ehemalige Herresfeldbahnlokomotive ganz anderen Zwecken dienen mußte.
Im mitteldeutschen Raum sind besonders der Außenrahmen und der große Kobelrauchfang ungewöhnlich. Der Kohlevorrat wird oben auf dem linken Wasserkasten mitgeführt.
Abweichend von anderen Schmalspurlokomotiven, ist auch nur je ein Spitzensignal vorn und hinten vorhanden.
Die ursprünglich vorhandenen ausschwenkbaren Endkuppelachsen wurden später durch festgelagerte Achsen ersetzt. So konnte die Höchstgeschwindigkeit auf 25km/h erhöht werden.
Diese Maschinen waren für die Einmannbedienung zugelassen und bis zur Betriebseinstellung auf den Strecken der Muskauer Waldeisenbahn in Betrieb.
Als Denkmalslok ist die 993317 in Weißwasser aufgestellt worden.



Baureihe: 99
Foto der 993312-8!
Betriebsnummer: 993312-8
Frühere Länderbahnbezeichung:
Spurweite: 600 mm
Bauart: D n2t
Betriebsgattung: K 44.3
Länge über Puffer: 5800 mm
maximale Geschwindigkeit: 15km/h
Erstes Baujahr: 1912

Auf den Strecken der Muskauer Waldeisenbahn wurden nur Güter transportiert. Im Gegensatz zu den dort eingesetzten ehemaligen Heeresfeldbahnlokomotiven ist die auf unserer Sammelkarte abgebildete Maschine direkt von Borsig, als "DIANA", 1912 an die Waldeisenbahn abgeliefert worden.
Sie war etwas zugkräftiger als die anderen eingesetzten Lokomotiven. Ihren Kohlevorrat führte sie hinter dem Führerhaus mit.
Über 60 Jahre alt, versah sie noch ihren Dienst und ist hier in ihrer typischen Umgebung zu sehen. Die mitgeführten Holzstämme dienten zum Eingleisen entgleister Wagen.
Die Lok steht heute vor den Arbeitsräumen der Oberoderwitzer Modelleisenbahner.



Baureihe: 99
Foto der 99655!
Betriebsnummer: 99655
Frühere Länderbahnbezeichung:
Spurweite: 750 mm
Bauart: E h2t
Betriebsgattung: K 55.8
Länge über Puffer: 8660 mm
maximale Geschwindigkeit: 30 km/h
Erstes Baujahr: 1918

Auch für die Schmalspurlokomotiven erkannte man die Vorteile der Dampfüberhitzung. So lieferte Henschel 1918 die erste Serie der Gattung VI K unter den Betriebsnummern 210 bis 224 als Heißdampflokomotiven aus.
Die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft gab diesen Maschinen die Nummern 99641 bis 99655.
Wegen der unten Betriebseigenschaften sind noch zwei Serien gebaut worden, die die ehemaligen württembergischen und sächsischen Staatsbahnen erhielten.
Die als letzte der ersten Serie abglieferte 99655 verkehrte u.a. auf der inzwischen stillgelegten Strecken Freital - Wilsdruff - Nossen.



Baureihe: 99
Foto der 99696!
Betriebsnummer: 99696
Frühere Länderbahnbezeichung:
Spurweite: 750mm
Bauart: E h2t
Betriebsgattung: K 55.9
Länge über Puffer: 8.990 mm
maximale Geschwindigkeit: 30 km/h
Erstes Baujahr: 1925, Reko 1963

Von der dritten Bauserie der Gattung VI K stammend, 1925/26 von der Maschinenbau-Gesellschaft Karlsruhe abgeliefert, sind nach 1945 von der Deutschen Reichsbahn einige Lokomotiven rekonstruiert worden.
Dabei hat man den Rahmen und Kessel erneuert und den Aufbau der 1'E 1'h2t- Neubaulokomotiven angeglichen. Ursprünglichwirkte die Treibstange auf die vierte Achse. Nach dem Umbau hat man die dritte Achse als Treibachse vorgesehen.
Als erste Lokomotive der letzen Serie geliefert, versah die 99696 u.a. auf der Strecke Radebeul -Moritzburg- Radeburg ihren Dienst.
HEute ist hier noch gelegentlich die 99713 aus der Nachbauserue vor Traditionszügen im Einsatz, während die 99715 in Radebeul Ost an der Spitze des dort aufgestellten Museumszuges ständig der Öffentlichkeit zugänglich ist.



Baureihe: 99
Foto der 99757!
Betriebsnummer: 99757
Frühere Länderbahnbezeichung:
Spurweite: 750mm
Bauart: 1'E 1'h2t
Betriebsgattung: K 57.9
Länge über Puffer: 10.540mm
maximale Geschwindigkeit: 30km/h
Erstes Baujahr: 1928

Für das weitverzweigte schmalspurige Streckennetz der ehemaligen Sächischen Staatsbahnen machte sich nach der Gründung der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft der Mangel an leistungsfähigen Maschinen für einige Strecken bemerkbar. So entstanden die Lokomotiven mit den Betriebsnummern 99731 bis 99762 als erste Schmalspurlokomotiven im Vereinheitlichungsprogramm mit typischen Merkmalen der Einheitsbauarten.
Die Rahmen sind als Barrenrahmen ausgeführt und die Laufachsen vorn und hinten in einen Bisselgestell gelagert.
Eingesetzt sind diese Maschinen auf den Strecken Hainsberg bei Dresden-Kipsdorf und Zittau-Oybin sowie Zittau-Jonsdorf.
Unsere Sammelkarte zeigt die 99757 kurz nach der Einfahrt in den Endbahnhof Kurort Oybin im Zittauer Gebirge.
Bestellt waren 35 Maschinenen, Hartmann und Schwartzkopff lieferten 32 Stück ab.



Baureihe: 99
Foto der 991583-6!
Betriebsnummer: 991583-6, ehem.99583
Frühere Länderbahnbezeichung:
Spurweite: 750 mm
Bauart: B'B' n4vt
Betriebsgattung: K 44.7/ K 44.8
Länge über Puffer: 9000 mm
maximale Geschwindigkeit: 30 km/h
Erstes Baujahr: 1909

Viele Steigungen und enge Gleiskrümmungen erforderten für einige Schmalspurstrecken der ehemaligen Sächsischen Staatsbahn leistungsfähige Lokomotiven mit gutem Bogenlauf.
Die anfangs beschafften dreifach gekuppelten Tenderlokomotiven konnten die geforderten Betriebsleistungen schon bald nicht mehr erfüllen. Auch bereitete es Schwierigkeiten, leistungsfähige Kessel auf dem bis dahin üblichen Rahmen unterzubringen.
So baute Hartmann B' B'- Drehgestell-Lokomotiven, Bauart MEyer, mit einem leistungsfähigen Kessel.
Von dieser Bauart lieferte Hartmann etwa 95 Stück ab. Bis zum Ende der Beschaffungszeit 1922 wurden laufend technische Verbesserungen vorgenommen und die Leistung vergrößert. Die Maschinen erhielten unter anderem Saugluftbremsen Bauart Körting. Durch diese Verbesserungeb stieg die Gesamtmasse um etwa drei Tonnen an.
Die abgebildete Lokomotive war im Be Aue beheimatet und auf der Strecke Grünstädtel-Oberrittersgrün eingesetzt.
In Rittersgrün entstand durch die Bemühungen des DMV und der Gemeinde ein attraktives Museum des sächsischen Schmalspurbetriebs, das u.a. die 991579 beherbergte.



Baureihe: 99
Foto der 995701!
Betriebsnummer: 995701
Frühere Länderbahnbezeichung:
Spurweite: 1000 mm
Bauart: C n2t
Betriebsgattung: K 33.7
Länge über Puffer: 6600 mm
maximale Geschwindigkeit: 35 km/h
Erstes Baujahr: 1897

Die frühere Brandenburgische Landesbahn beschaffte für die Spreewaldbahn Cottbus - Straupitz - Lübben mit den Strecken nach Lieberose und Goyatz am Schwielochsee 1897 fünf und 1903 zwei weitere C-gekuppelte Naßdampftenderlokomotiven.
Bis zur endgültigen Stilllegung der Strecken im Januar 1970 waren die kleinen, aber leistungsfähigen Maschinen fast alle noch im Einsatz.
Die abgebildete 995701 stand im September 1969 im Bw Straupitz auf dem Abstellgleis. Pumpen und andere Teile waren bereits als Ersatzteile für die restlichen Maschinen demontiert worden.
Heute kann noch die 995703 im Spreewaldmuseum Lübbenau besichtigt werden.



Baureihe: 99
Foto der 995633!
Betriebsnummer: 995633
Frühere Länderbahnbezeichung:
Spurweite: 1000 mm
Bauart: 1'C n2t
Betriebsgattung: K 34.6
Länge über Puffer: 7030 mm
maximale Geschwindigkeit: 40 km/h
Erstes Baujahr: 1917

Die 995633 unterschied sich von den anderen bei der Spreewaldbahn eingesetzten Lokomotiven vor allem durch ihre Achsfolge 1'C. Auch sind die Pumpen nicht vorn links in Höhe der Rauchkammer, sondern rechts daneben montiert.
Die Maschine war Ende des zweiten Weltkrieges in Lieberose geblieben und ist in der Hauptwerkstatt in Straupitz aufgearbeitet worden.
Die Spreewaldbahn gab ihr die Nummer 09-27, die Deutsche Reichsbahn später die 995631, und ab 1954 hieß sie 995633.
Die unter dem Namen "Spreewaldguste" in weiten Kreisen bekannte Lokomotive wurde nach der endgültigen Stilllegung der Spreewaldbahn von der Deutschen Reichsbahn in Wernigerode aufgearbeitet und an die Museums-Eisenbahn Bruchhausen-Vilsen (BRD) abgegeben.
So bleibt sie der Nachwelt - nicht nur im Bild - erhalten, zumal sie das letzte Exemplar ihrer Bauserie ist.

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