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News-Archiv



10.11.2006 "Weltweit erster erfolgreicher Versuch mit optischer Technik der nächsten Generation" (aus "ntz" Heft 7-8/2006). Bei diesem Versuch haben Ericsson und die T-Com, unter Nutzung einer optischen Verbindung der T-Com, auf der Langstrecke Nürnberg-Oschatz (1047km) eine Übertragungsgeschwindigkeit von 43-Gbit/s erreicht. Damit wird es bald möglich sein, IP-Router im Kernnetz mit 40-Gbit/s zu verbinden. Erreicht werden konnte dieser Rekord durch die Verwendung des neuen Modulationsformates "Return-to-Zero Differential Quadrature Phase Shift Keying (RZ-DQPSK)".

29.05.2005Keramische Hochtemperaturbrennstoffzelle: Das bisherige Problem der geringen Lebendauer von Brennstoffzellen scheint in den Ansätzen gelöst zu sein. Forschern des Fraunhofer Institut für Keramische Technologien und Sinterwerkstoffe in Dresden ist es gelungen die Lebensdauer erheblich zu steigern. Prognostiziert werden derzeit 40000 Stunden. Dadurch ist ein Schritt in eine dezentrale Energieversorgung getan, denn durch die erhöhte Lebensdauer und einem Gesamtwirkungsgrad über 90% könnte die keramische Hochtemperaturbrennstoffzelle in Zukunft z.B. als "kleines Kraftwerk" die unabhängige Energieversorgung von Einfamilienhäusern usw. übernehmen. Ein Vorteil der keramischen Hochtemperaturbrennstoffzelle ist, daß sie nicht auf eine Wasserstoff-Infrastruktur angewiesen ist. Sie benötigt für ihren Betrieb fossile Brennstoffe in Form von Erd- oder Biogas. Diese wandelt sie direkt in Strom und Wärme um.

05.01.2005Audio-Identifikation: Mit dem am Fraunhofer Institut für Digitale Medientechnologien entwickelten System "AudioID" ist es möglich Audiodateien Aufzufinden und zu identifizieren. Dazu wird mit Hilfe des "Fingerprinting-Verfahrens" eine eindeutige Signatur der Audiodatei erzeugt. Mit diesem kann ähnlich dem menschlichen Fingerabdruck eine eindeutig Zuordnung erfolgen. Diese Zuordnung kann mit Metadaten verknüpft, z.B. den Titel, Interpret, Genre usw. zurückliefern. Grundlage des Verfahrens ist ein "kompakter und einzigartiger Datensatz", welcher aus der Audiodatei extrahiert wird. Er wird als Signature bezeichnet und beinhaltet signale Eigenschaften des Audiomaterials. Diese werden als "spektrale Flachheit" bezeichnet. Je nach Qualitätsstufe (hier gleichzusetzen mit der Zuverlässigkeit dees Systems) benötigt die Signatur 1 bis 4 kByte pro Minute an Speicherplatz. Bei der höchsten Qualitätsstufe erreicht AudioID trotz akustischer Verzerrungen eine Erkennungsrate von über 99%. Als Einsatzgebiet ist das aus der O2-Werbung bekannte Abfragen von Titel und Interpret von Musikstücken denkbar. Ob da allerdings dieses System benutzt wird,ist mir nicht bekannt.

02.09.2004Einen neuen Weg in der Erzeugung kurzwelliger Strahlung zur Produktion von Computerchips geht die Microliquids GmbH aus Göttigen. Die heute für die EUV-Lithographie verwendeten Excimer-Laser besitzen Wellenlängen von 193nm. Diese Wellenlänge ist für die Herstellung leistungsfähiger und vorallem energiesparender Prozessor-Chips zu groß, denn die Größe der Strukturen auf einem Chip ist abhängig von der Wellenlänge des für die Lithographie verwendeten Lichtes. Deshalb werden die viel kürzeren Wellen aus dem Bereich des ultra-violetten bzw. s.g. "weichen" Röntgenbereich nötig. Microliquids GmbH hat ein Verfahren entwickelt, bei dem einen 10 bis 100 Mikrometer dünner Mikroflüssigkeitsstrahl aus flüssigen Xenon entsteht. Dies wird dadurch erreicht, dass das flüssige Xenon mit extrem hohen Druck durch eine Düse gepreßt wird. Dieser Strahl kann anschließend mit einem leistungsstarken Laser fokusiert werden und es entsteht Plasma. Dieses emittiert Strahlung im Wellenlängenbereich von 13,5nm.

02.07.2004"2.7.1877 - Erste Patentanmeldung in Deutschland: Rot war lange Zeit die Farbe der Könige und konnte nur aus natürlichen Ressourcen wie etwa der Purpurschnecke oder der Koschenille-Laus gewonnen werden. Da war es Ende des 19. Jahrhunderts ein großer Fortschritt, als findige Chemiker diverse Farben synthetisch erzeugten. Johann Zettler war einer von diesen. Und damit er mit seinem "Verfahren zur Herstellung einer rothen Ultramarinfarbe" auch Geld verdienen konnte, ließ er sich dieses sichern und erhielt das erste Patent, das in Deutschland vergeben wurde." Gelesen in "Produktion -Technik- Nr.26".

25.05.2004Forscher der Northern Arizona University haben die größten Bäume, die Sequoia sempervirens im Humboldt Redwoods State Park in Nordkalifornien, untersucht und sind zu dem Schluss gekommen, daß bei 130 Metern entgültig mit dem Größenwachstum Schluß ist. Selbst bei extrem nassen Böden leiden die Baumkronen bei diesen Höhen unter permanentem Wassermangel. Ursachen dafür sind die Schwerkraft und die Friktion zwischen Wasser und den Gefäßen der Bäume, die dafür sorgen, daß auch die höchsten Wipfel mit Wasser versorgt werden. Belege dafür sehen die Forscher darin, dass in der Nähe dieser Giganten oft vertrocknete und abgebrochene Baumwipfel zu finden sind. Als größter Baum kann ein rund 2000 Jahre altes Exemplar mit einer Höhe von 112,7 Meter genannt werden.

30.04.2004Bei Untersuchen der Schneidezaehne von Neandertaler (Homo neanderthalensis), Homo heidelbergensis, des H. antecessor und des modernen Menschen (H. sapiens) haben französische Forscher entdeckt, daß der Neandertaler als erster das Erwachsenenalter erreicht und dabei gerade einmal 15 Jahre alt ist. Der Homo sapiens erreicht das Erwachsenenalter im Vergleich dazu erst 3 bis 5 Jahre später. Möglich wurden diese Erkenntnisse aus der Feinstanalyse des Zahnschmelzes früherer Funde, die ähnlich den Jahresringen bei Bäumen Schlüsse zuliessen. Die Forscher sehen in diesen Erkenntnissen einen Hinweis darauf, dass der Neandertaler nicht als unmittelbarer Vorfahren des heutigen Mensches angesehen werden kann. Der Neandertaler besiedelte vor etwa 125.000 Jahren Europa und Asien, bis er vor rund 30.000 Jahren ausstarb. In der Forschung bleibt aber weiterhin umstritten, ob sich der Neandertaler mit dem modernen Menschen vermischte.

06.04.2004Warum fressen Steinmatter die Kabel und Gummischläuche in PKWs? Laut vielfacher Meinung mögen Steinmatter Gummi oder Kunststoffteile im Motorraum von Autos, dies stimmt aber nicht. Matter finden es sehr angenehm, wenn ein gerade abgestelltes Fahrzeug noch einen warmen Motorraum hat. Sie nehmen diesen in Besitz und richtigen sich ihren Schlafplatz ein und bringen meist auch Futter (z.B. Brotreste) mit. Bei der Inbesitznahme versprühen sie ihre Duftnote und kennzeichnen so ihr Revier. Sollte sich das Fahrzeug irgendwann an einen anderen Platz bewegen, könnte sich ein anderer Steinmatter versuchen einzunisten. Er muss dazu aber die Duftspur das Revalen beseitigen. Aus diesem Grund leckt und beißt er an den Kunststoffschläuche und -kabel rum. Da seine Zähne sehr scharf sind, leiden diese Teile meist, oder er entfernt sie auf diese Art willentlich. Eigentlich mag er kein Kunststoff. Es ist nur eine Art sein Revier zu sichern. Steinmatter sind sehr anpassungsfähig und deshalb bieten elektrische Geräte keinen dauerhaften Schutz vor dem Besuch dieser unbeliebten Plagegeister.

14.03.2004Astronomen des "California Institute of Technology" um den Astronomen Michael Brown haben am Rande des Sonnensystems, im Kuiper-Gürtel, einen neuen Planeten (den 10ten) entdeckt. Der neue Himmelskörper hat etwa die Größe von Pluto (der äußerste der ehemals neun Planeten mit 2250 Kilometern Durchmesser) und hat den Namen "Sedna" bekommen, welcher auf eine Inuit-Göttin zurückgeht. Sedna umkreist die Sonne mit einem Abstand von rund 10 Milliarden Kilometern und ist damit etwa siebzigmal so weit von ihr entfernt wie die Erde. Es ist der größte Himmelskörper, der seit der Entdeckung Plutos im Jahre 1930 gefunden wurde und konnte mit Hilfe des Spitzer-Infrarot-Teleskops der Nasa gefunden werden. Dieses Teleskop ist geostationär und umkreist die Erde seit August 2003. Über die Zusammensetzung des neuen Planten ist wenig bekannt. Erste Vermutungen gehen, anhand von Reflexionen des Sonnenlichtes, von Eis und Gestein aus.

04.03.2004NASA ist sich fast sicher, auf dem Mars hat es einmal Wasser gegeben. Grund für diese Annahme ist ein Fels, der nur durch Wasser seine Struktur bekommen haben kann.

04.03.2004Amerikanische Forscher haben das Erbgut des Huhnes entschlüsselt.

27.02.2004Heute 8:36Uhr MET sollte nun Flug 158 mit dem Rosetta-Raumfahrzeug starten, doch der Start muss um einige Tage verschoben werden. Grund ist das Fehlen eines 10 x 15 cm grossen Stückes der äußeren Wärmeschutzschicht der Ariane 5 Trägerrakete.



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